"Financial Covenant" ist ein Sammelbegriff für verschiedene kreditvertragliche Klauseln, die in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen werden. Financial Covenants sind Nebenbestimmungen insbesondere zu Kreditverträgen. Sie regeln Verhaltungspflichten - d.h. keine Zahlungspflichten - und enthalten Rechtsfolgeklauseln in Form von Sanktionen.
Es handelt sich bei Financial Covenants nicht um unmittelbare (Kredit-)Sicherheiten, nicht um ein Rating und keine nur zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses geltenden vertraglichen Zusicherungen ("Representations"). Wesentlich für das Verständnis von Financial Covenants ist eine systematische Darstellung der einzelnen Vertragsklauseln. Hierbei lassen sich grundsätzlich die Finanzkennzahlen, sog. "Non-Financial Covenants" und "Corporate Financial Covenants" unterscheiden. Hinzu kommen scheinbare Selbstverständlichkeiten.
Der Bereich der Finanzkennzahlen - auch Bilanzkennzahlen genannt - ist fast unüberschaubar. Die verschiedenen Klauseln lassen sich allerdings vereinfachend auf vier Gruppen reduzieren. Typische Bilanzkennzahlen sind die Eigenkapitalquote (Eigenkapitalausstattung), das Verhältnis von Verschuldung zu Eigenkapital (Verschuldungsgrad), ein Minimum des Nettoumlaufvermögens (Ertragsminimum ) sowie die Quote Aktiva zu Verbindlichkeiten (Liquiditätsrelation).
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